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„Wir backen nur kleine Brötchen…,

aber dafür besonders schöne Brötchen“, sage ich immer wieder gerne auf die häufig gestellte Frage, wie es denn so in diesen Zeiten dem Theater geht. Da passte nun die Veranstaltung: „Empirisch belegte Brötchen“, von und mit Marco Tschirpke, vom vergangenen Wochenende erst recht ins Programmatische und erhöht das „schöne Brötchen“ soziologisch gefestigt zum „empirisch belegten“ Brötchen.
Marco Tschirpke sei Dank.

Aber nun von Anfang an.

Wer kann schon von sich behaupten mit „Ich bin da um dir zu helfen-Eliza die digitale Assistentin“ eine Premiere mal eben für den Herbst zu planen, deren Ausgestaltung praktisch in die neuen Anforderungen der Zeit a priori passt? Vor einem Jahr als Feature im Deutschlandfunk gehört, ach was, aufgesogen und mit der Gewissheit, irgendwann machen wir das im Theater, in die Sammlung „Ja“ auf die Festplatte gebannt, erhob „Eliza“ bei der etwas ratlosen Debatte um das Herbstprogramm 2020 ihre Stimme und lenkte mit „Wie kann ich Dir helfen?“ unsere Gedankenströme in die theatrale Umsetzung dieses Werkes. Was brauchen wir? Ein Mann im Auto und drei Apps. Also vier Personen, die im Raum an festen Stellen sitzend und ohne ein vis-à-vis, die Bandbreite des menschlichen Miteinanders ausloten und im Rahmen ihrer Algorithmen ausleben wollen. Oder schwingt da doch mehr zwischen den Programmierzeilen mit? Haben die Apps Gefühle oder spüren sie Verantwortung für ihr Tun?

Das passt einfach gut in diese Zeit, sowohl von den auf der Bühne geforderten Abstandsregeln, als auch zur Diskussion um die Fragen der „Künstlichen Intelligenz“.

Die Probenzeit und Premiere haben Mut gemacht und ich lade mit dem Hinweis „unbedingt miterleben“ zu den nächsten Veranstaltungen ein. (30. Oktober bereits AUSVERKAUFT, 13. und 14. November jeweils 19:30 Uhr, > hier finden Sie die Kritik der PZ)

Gleich vier musikalisch getriebene, kabarettistisch „belegte Brötchen“ boten nach der Premiere von „Eliza“ bei gleich drei Veranstaltungen Genuss pur. „Gankino Circus“ – man muss sie einfach gerne haben:

Das Beste kommt aber noch. 2022, das hört sich noch so weit weg an und in meinem Ohr klingt die sphärische Musik von Raumschiff Enterprise, werden wir mit diesen sympathischen Jungs ein exklusiv für sie geschriebenes Musiktheaterstück produzieren. Das wird ein „mit vielen schönen Zutaten wild belegtes Brötchen“.

Nun stimmt auch der Übergang und wir schließen den Kreis mit den Funkhaussolisten, alles Mitglieder des Chores des Bayerischen Rundfunks, die am vergangenen Sonntag zwei Mal ganz wunderbar unseren Theaterraum mit schönen Stimmen erfüllt haben und verbleibe für heute mit dem Hinweis auf unseren kleinen Podcast auf der Homepage: „Mit Herrn Tschirpkes Lautmalereien über das menschliche Miteinander“, die wöchentlich neu Ihre und unsere Welt erhellen.

Ihr
Ralf Weiß

P.S.: Heute Abend, 9.10.19:30 Uhr, Klaus Brandl, mit mindestens einer Gitarre. Am 16. und 17.10. jeweils 19:30 Uhr, der frischgebackene bayerische Kulturpreisträger Arnd Rühlmann, in „Die Sternstunde des Josef Bieder“ mit mehr als einem Requisit.

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