Hieb- und stichfest…

Verfasst von Ralf Weiß

Montag, 25. April 2022

… musste man nicht sein, um am vergangenen Samstag einen Schnupperkurs bei uns zu belegen, schließlich wurde nur mit dafür geeignetem Handwerkszeug gearbeitet und Schauspieler und Fechtmeister Tristan Fabian, der auch bei der Sommerproduktion „Die drei Musketiere“ unser Ensemble die richtige Haltung beigebracht hat, vermittelte in dem 3-stündigen Kurs erst einmal die Grundkenntnisse im Umgang mit Klinge und Fechtpartner.
Sehr schön, alle waren begeistert und wir überlegen im August einen „richtigen“ Kurs anzubieten.

Um im anfänglichen Schreibrhythmus zu bleiben, geht es diese Woche „Schlag auf Schlag“ weiter und so sind wir zwei Mal am Dienstag mit „Undercover“ in den Schulen und einem Workshop „Samla“ unterwegs, am Mittwoch mit „Undercover“, am Donnerstag mit „Helden“ und dergleichen mehr, bis wir schließlich am Freitag und Samstag wieder zur „Komödie im Dunkeln“ einladen dürfen.
Es fühlt sich wieder wie „Theater“ an, zumindest wenn vor dem Wort Theater „Klassenzimmer“ steht. Im Dehnberger Hof Theater ist so manches Mal noch Platz für weitere Gäste vorhanden.

Gerade die Komödie, die „schlecht handelnden Menschen der Lächerlichkeit preisgibt“ erlaubt uns über das Lachen eine entspannte Betrachtung des Konflikts, um dann über die einsetzende Erkenntnis eigenes Handeln so zu gestalten, dass sich „Lächerlich machen“ vermeiden lässt.
Das hätte sich Brindsley in unserer „Komödie im Dunkeln“ auch zu Herzen nehmen sollen. Stattdessen macht er so ziemlich alles falsch, um einen Mäzen für seine Bilder und den Schwiegervater in spe zu beeindrucken, seinem Freund mit Ehrlichkeit zu begegnen und seine Freundin nicht zu enttäuschen. Selbst die Sicherung im Verteilerkasten versagt ihren Dienst und alle stehen im Dunkeln.
Nein, stehen sie nicht, sie spielen es nur. Wir sehen alles ungeschminkt und können herzhaft lachen.

Geht doch und immer noch besser als in der Tragödie. Da scheitert der Mensch mit edlem Charakter, der unverschuldet in Konflikte gerät.

Passt auch irgendwie nicht in unsere verrückte Zeit.

Dann bis zum kommenden Wochenende,

Ihr
Ralf Weiß

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