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Theaterlogbuch vom 20. Juni 2020

Was uns heute fehlen wird:

Ach, wie klug ist doch unsere Desolina, die nicht nur für Ordnung und Sauberkeit in Don Camillos aufregender Welt sorgt, auch als Hebamme tätig, dem neuen Erdenbürger Paolinas den Weg in die Welt ebnet und eben, wenn es sich ziemt oder frech aus ihr heraussprudelt, Lebenskluges von sich gibt:

DESOLINA:            Mich hat das Leben nicht auf die Akademie geführt.
Damals habe ich gelernt, dass die Menschen nicht schwarz oder weiß sind, sondern …

DON CAMILLO:     (ungeduldig) Sondern?!

DESOLINA:            Grau! Sie sind hellgrau oder dunkelgrau, silbergrau oder anthrazit – aber niemals nur schwarz oder weiß.

Wie wahr und wie aktuell, gerade unter den Eindrücken einer sich stärker polarisierenden Welt, die ob der Eindrücke nicht nur in der „Neuen Welt“ so manchen zum Kniefall bewegt. Vielfalt, Mitmenschlichkeit und Gemeinschaft gilt es zu verteidigen. Alles drin in „Don Camillo und seine Herde“.

Ach, wie gut wäre es im Theater wieder die ermunternden Geschichten aus Brescello erleben zu können, um frisch gestärkt, dem uns immer noch einschränkenden Alltag zu trotzen!

JESUS: Das könnte helfen. Amen

Nicht verzagen!
Zumindest werden wir ab dem 12. Juli unsere Pforten wieder öffnen und mit neuem Programm „allerlei Wohlfeiles zur Erbauung“ anbieten.

Ihr Ralf Weiß

STREIT
VERBANNUNG
KLUGES
VERSÖHNLICHES
WEISES
HELDENHAFTES
ALLES VEREINENDES

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